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7 XING-Marketing-Fehler

7 typische Fehler beim XING-Marketing

Das Business-Netzwerk XING hat aktuell über 16.500.000 Mitglieder weltweit - davon allein 10.500.000 in der DACH-Region (Stand 06/2016). Trotz dieser hohen Mitgliederzahlen nutzen nur die wenigsten User XING auch wirklich effektiv für eine erfolgreiche Neukundengewinnung im B2B-Bereich. Aus diesem Grund möchten wir an dieser Stelle einige typische Fehler, die im Bereich des XING-Marketings häufig auftreten, einmal näher erläutern.

7 typische Fehler für einen Misserfolg auf XING:

  • Das Bauchladen-Profil
  • Auftreten ohne Weitblick
  • Kontakte sammeln um jeden Preis
  • Mit der „Tür ins Haus fallen“
  • Kein strukturiertes Netzwerk
  • Aktivität in Gruppen – nein Danke
  • Nur den eigenen Vorteil im Blick haben

01. Das Bauchladen-Profil in XING

Viele Profile in XING sind nach dem „Bauchladen-Prinzip“ aufgebaut. Denn der klassische XING-User ist der Ansicht, „je mehr geboten wird, desto besser ist es“. So häufen sich auf XING-Profilen umfangreiche Angebote von „absoluten Alleskönnern“, deren Angebot alles Erdenkliche von A-Z umfasst. Doch ein „Bauchladen-Profil“ wirkt nur selten positiv auf einen potenziellen Kunden, der einen Fachmann / eine Fachfrau sucht. Daher sollte das Ziel auf XING sein, sich als Experte / Spezialist darzustellen. Denn derjenige, der es schafft, seine Alleinstellungsmerkmale deutlich herauszustellen, kann auf Anhieb einen potenziellen Kunden für sich interessieren. Darüber hinaus ist es mit einem spezialisierten und eindeutigen Profil über XING möglich, über die Suchfunktion sehr genau passende Zielgruppen zu selektieren und so gezielt Marketing und Vertrieb mit messbaren Erfolgen über XING zu betreiben.

Übrigens: So ganz nebenbei lassen sich mit einem spezialisierten Profil auch lästige und unerwünschte (Kontakt)-Anfragen vermeiden, denn wer genau erläutert, was er sucht, kann von Usern, die nicht exakt das bieten, was gesucht wird, nicht mehr so einfach angeschrieben werden.

02. Auftreten ohne Weitblick

Optional können Sie alle Artikel und Veröffentlichungen in XING auch öffentlich zugänglich zu machen. Somit sind diese Artikel dann auch über Suchmaschinen wie Google und somit auch für Nicht-XING-User auffindbar. Diese Funktion kann ein Segen und zugleich ein Fluch sein. Clever eingesetzt sind veröffentlichte Artikel in XING-Gruppen ein hervorragendes Mittel für die Verbesserung des Suchmaschinenrankings. Während eine Aktualisierung auf der eigenen Homepage teilweise erst nach Wochen auch in Google verfügbar ist, funktioniert dies mittels XING-Artikel oft schon innerhalb nur weniger Stunden. Auf diese Weise ist es möglich, Kunden, Interessenten und XING-User immer auf dem aktuellsten Stand zu halten und ganz nebenbei noch etwas für das Suchmaschinenranking zu tun.

Viele User vergessen allerdings allzu häufig die Tatsache, dass Google selten etwas vergisst. Ist die so wertvolle Funktion der Veröffentlichung der Inhalte auch außerhalb von XING aktiviert, werden alle Artikel und Kommentare veröffentlicht. Oftmals sind hier auch unüberlegte Äußerungen oder wenig professionelle Kommentare zu anderen Artikel zu finden. Solche Äußerungen bleiben, selbst wenn sie innerhalb des Netzwerks gelöscht werden, ggf. in Google dauerhaft bestehen und können auf diese Weise den eigenen und den Ruf des Unternehmens nachhaltig schädigen.

03. Kontakte sammeln um jeden Preis

So schön die immer größere Verbreitung des Netzwerk-Gedankens ist, so falsch wird dieser Gedanke in vielen Fällen verstanden. Leider favorisieren in XING viele Menschen in Sachen Kontakte eher Masse als Klasse. Diese sogenannten Kontakt-Sammler schreiben scheinbar wahllos alles an, was „bei drei nicht auf den Bäumen ist“ und sind meist auf der Suche nach „Synergien, die sich doch vielleicht mal ergeben könnten“. Die Kontakte, die sich auf diese Weise ergeben, sind allerdings so gut wie nie werthaltig im Sinne des Networkings. Hier ergeben sich in den seltensten Fällen Geschäfte und Kunden, da die meisten User einfach nur aus Bequemlichkeit oder Höflichkeit die Kontaktanfrage bestätigen. Kaum jemand hat wirkliches Interesse an einem solchen Kontakt bzw. die meisten schauen sich nicht einmal das Profil an um herauszufinden, was die Person überhaupt macht. Somit besteht das Ergebnis und das Ziel für die Kontakt-Sammler darin, möglichst viele Adressen und Kontaktdaten zu sammeln, um diese Leute dann über Newsletter, Telefonmarketing und Co. mit eigenen Produkten und Leistungen jederzeit ansprechen zu können. Doch der Ruf eines Kontakt-Sammlers hat mittlerweile einen deutlich negativen Beigeschmack.

04. Mit der "Tür ins Haus fallen"

Auch mit einem optimierten und spezialisierten Profil und einer genauen Selektion von potenziellen Ansprechpartnern kann in der direkten Kontaktierung noch viel falsch gemacht werden. Es sollte nie vergessen werden, dass man sich in XING in einem Sozialen Netzwerk befindet -  was wiederum bedeutet, dass hier nach wie vor das Thema „Netzwerken“ absolut im Mittelpunkt steht. Zwar lässt sich in XING hervorragend Marketing und Akquise betreiben - jedoch sollten Kontaktanfragen, Anschreiben und Co. speziell beim Erstkontakt zuerst auf die Themen Netzwerken und Austausch ausgerichtet sein. Jemand, der schon in der ersten Nachricht sein Produkt anpreist und sofort nach dem Motto „Hier bin ich, kauf mich!“ aktiv ist, läuft eher Gefahr, eine Abmahnung zu erhalten als erfolgreiche Geschäfte abzuschließen.

05. Kein strukturiertes Netzwerk

Wer beim Netzwerken nachlässig gearbeitet und seine eigenen Kontakte nicht strukturiert hat, kann diese nur im seltensten Fall optimal nutzen. Besonders bei einem umfangreichen Netzwerk mit mehreren 100 Kontakten ist es schwer, den Überblick zu behalten. Einen funktionellen Überblick über Ihr Netzwerk schaffen Sie sich durch das Setzen von sogenannten Tags. Diese können extrem hilfreich sein, um mit wenig Zeitaufwand gezielt die jeweils relevanten Kontakte im eigenen Netzwerk mit speziellen Anliegen zu erreichen.

06. Aktivität in Gruppen - Fehlanzeige

Eine gezielte Aktivität in Gruppen hat enorm viele Vorteile. Zum einen kann mit regelmäßigen Gruppenartikeln, die im Betreff relevante Keywords enthalten, das Suchmaschinenranking des Unternehmens effektiv verbessert werden und zum anderen werden so Kunden und Interessenten über Aktuelles und Neuigkeiten auf dem Laufenden gehalten.

Eine Aktivität in Gruppen ist aber auch im Bezug auf das Networking enorm wichtig. Auf diese Weise ist es möglich, mit anderen Usern ins Gespräch zu kommen, so dass dadurch interessante und werthaltige Kontakte generiert werden können. Durch regelmäßige interessante Veröffentlichungen lassen sich in den passenden Gruppen viele Interessenten generieren und ein aktives Networking wird möglich.

Wer sich jedoch aus den Gruppen vollständig raushält, wird erfahrungsgemäß kaum erfolgreich sein. Mit einer bloßen Kontaktanfrage ist noch kein erfolgreiches Marketing möglich. Überzeugen kann nur, wer regelmäßig im Netzwerk aktiv ist und auch interessante Inhalte liefert und somit das Networking-Prinzip des „gegenseitigen Gebens und Nehmens“ auch erfüllt.

07. Nur den eigenen Vorteil im Blick haben

Wie bereits in den ersten Abschnitten ausführlich erläutert, steht das Netzwerken in XING absolut im Vordergrund. Netzwerken bedeutet allerdings nicht nur, dass es vermieden werden sollte, direkte „Verkaufsangebote“ über XING zu versenden und den Fokus auf den Austausch zu legen, sondern es beinhaltet noch etwas mehr. Wer wirklich netzwerken will, muss auch mal bereit sein, einen Tipp „für umsonst“ zu geben, denn genau hierum geht es beim Networking. Menschen, die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind, nur verkaufen oder nur kostenlose Tipps abgreifen wollen, werden in kürzester Zeit merken, dass sie mit einer solchen Strategie in XING nicht allzu weit kommen. Wer sich hier auch einmal auf eine Diskussion einlässt, eine Frage beantwortet und bereit ist, eine Empfehlung oder einen Tipp zu geben, wird feststellen, dass sich ein solches Verhalten im Sinne des Networkings auch langfristig auszahlt.